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Teddygeschichten für Erwachsene?
Teddygeschichten sind Kindergeschichten; eine weitverbreitete Meinung und ich muss zugeben, dass auch ich einst dieser Meinung war. Um die Sache mit den Teddygeschichten für Erwachsene etwas näher zu erklären möchte ich einige Gedanken vorausschicken. Was haben Kinder, was wir nicht haben? Nichts? Falsche Antwort! Kinder haben sehr viel, was ihnen im Laufe der Zeit abhanden kommt bzw. sogar "aberzogen" wird. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Schwimmfähigkeit. Würde man einen Säugling ins Wasser werfen, so würde er schwimmen, machte man das Gleiche mit einem Kleinkind, so würde es ertrinken. Eine weitere Fähigkeit von Kindern, ist ihre Sensibilität. Ein Teddybär, um auf das Thema zurück zu kommen, ist für sie nicht einfach nur ein Stofftier. Die Liebe und die Gedanken, die aufgewendet wurden, um diesen Teddy zu kaufen und an das Kind zu verschenken, sind in diesem Teddy "gespeichert" und verleihen ihm somit eine Art Eigenleben. In besonders hohem Masse ist dies dann der Fall, wenn der Teddy obendrein noch von Hand gefertigt worden ist. Diese Gedanken, die Liebe und damit verbunden das Eigenleben des Teddybären strahlen auf das Kind ab, welches dies im Unterbewusstsein wahrnimmt und den Teddy als Freund, Vertrauten etc. liebt und vergöttert. Natürlich ist dies rational nicht erklärbar und so wird das Kind deshalb auch einfach nur mit Worten "Ist er / sie nicht süss?" belächelt, wie wir einfach alles belächeln, was wir rational nicht erklären können. Wir glauben zwar an Gott, der ebenfalls rational nicht erklärbar ist, aber das war es dann auch schon.
Eines Tages, ich war gerade in einem Forum für Teddybären unterwegs, ist es dann passiert. Mir ging ein Thema durch den Kopf und, ein jeder wird es kennen, die Gedanken dazu gingen wild und unzusammenhängend durcheinander. Dann blickte ich auf das Bild eines von Hand gemachten Teddybären; ich blickte ihm tief in die schwarzen Glasaugen und spürte, wie die wilden Gedanken plötzlich in Zusammenhang gebracht wurden. Der Teddy schien diese Gedanken in eine Geschichte zu ordnen. Ich weiss nicht wieso, aber ich schrieb diese Geschichte auf. Ich war begeistert, es wurde aus meinen wilden Gedanken eine kleine, unterhaltsame Geschichte gebastelt. Daraufhin probierte ich es mit anderen Teddybären aus und jedesmal kam eine Geschichte dabei heraus. Als ich nach einigen Geschichten mir diese noch einmal in Ruhe durchgelesen habe, stellte ich fest, dass die Teddybären da mehr als nur eine unterhaltsame Geschichte zusammen gestellt hatten. Sie haben einen tiefliegenden, pädagogischen Hintergrund in die Geschichten eingebaut. Die Idee für ein pädagogisch wertvolles Kinderbuch war geboren. Als das Buch zur Hälfte fertiggestellt war, habe ich erkannt, dass dieses Kinderbuch bestimmt gut ist, um Kinder in ihrem sozialen Umgang positiv zu beeinflussen, es aber eigentlich viel wichtiger ist, dass wir Erwachsene anfangen aus diesem Kinderbuch zu lernen.
Die "Geschichten aus dem Teddydorf" sind natürlich alle frei erfunden, Ähnlichkeiten bzw. Übereinstimmungen mit realen Personen und Geschehnissen, sind jedoch nicht zufällig, sondern unvermeidlich, da ein jeder, der sich nicht selbst belügt, sich zwangsläufig in der einen oder anderen, wenn nicht sogar in allen Geschichten wieder finden wird. Das ist zwar in einigen Fällen ( und ich spreche da aus eigener Erfahrung! ) alles andere als schmeichelhaft, aber es ist der einzige Weg, es zu erkennen und in Zukunft vielleicht etwas besser zu machen. Das Angenehme dabei ist, dass die Teddybären einen deshalb nicht verurteilen, wie es Menschen tun würden, sondern uns verständnissvoll auf unsere Fehler hinweisen und uns auf ihre liebenswerte Art zeigen, wie man es besser machen kann.
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